Zeichnung Peergroup

Wohngruppe Humboldtstraße mit FleWo

In unserem Haus leben bis zu acht Jugendliche, denen wir weniger Familienersatz sondern vielmehr eine eigene Betreuungsform bieten können. Entsprechend ihrer Selbständigkeit und der aktuellen Belegungssituation können die Jugendlichen in der Wohngruppe, in 2er-WGs oder in Einzelappartements wohnen.

Dabei erarbeiten wir gemeinsam mit den Jugendlichen im FleWo-Konzept (Flexibles Wohnen) die individuellen Strukturen und Ziele zur Verselbständigung.

Die Wohngruppe bewohnt ein Haus in Augsburg-Lechhausen mit guter Verkehrsanbindung.

Rechtliche Basis für unsere Hilfe zur Erziehung sind die §§ 27, 34, 35a und 41 SGB VIII.

» Kontakt und Anfahrt

Qualifizierte und erfahrene pädagogische Fachkräfte betreuen die BewohnerInnen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Ein psychologischer Fachdienst sowie ein Pädagoge, der sich um die Begleitung in Schule und Beruf kümmert, und eine Hauswirtschafterin für lebenspraktische Trainings ergänzen das Betreuerteam. Regelmäßige Supervision und Qualitätsarbeit sichern fachliche kompetentes und reflektiertes Handeln und kollegialen Austausch. Demokratische Prinzipien und verantwortliche Mitgestaltung bestimmen unser Selbstverständnis innerhalb des Teams und einrichtungsweit.

In der Wohngruppe leben Mädchen und Jungen ab 15 Jahren (Verselbständigungssetting ab 16 Jahren), die

  • nicht mehr zu Hause leben können
  • aus einer anderen Einrichtung der Jugendhilfe kommen
  • für ihre Schul- oder Berufsausbildung aktive Unterstützung benötigen
  • ein selbständiges Leben in einer eigenen Wohnung anstreben

Die Kostenübernahme klären Sie bitte mit dem für Sie zuständigen Jugendamt.

Die zukünftigen BewohnerInnen müssen bereit sein

  • in einer Gemeinschaft mit anderen Jungen und Mädchen zu leben
  • an den Zielen der gemeinsam erarbeiteten Hilfepläne mitzuarbeiten
  • regelmäßig eine Schule, Ausbildungsstelle oder zielführende Bildungsmaßnahme zu besuchen
  • die Haus- und Gruppenregeln anzuerkennen

Für drogenabhängige Jugendliche ist unsere Einrichtung nicht geeignet. Nach Einzug auftretender Drogenkonsum kann zum Schutz der anderen Hausbewohner zur sofortigen Beendigung der Jugendhilfe führen.

Die Gründe für eine stationäre Unterbringung sind unterschiedlich.

Oft handelt es sich um Probleme in der Herkunftsfamilie, die sich so zuspitzen, dass ein gemeinsames Leben nicht mehr möglich ist.

Psychische oder chronische Erkrankungen oder die ausgeprägte Suchterkrankung eines Elternteils sowie Gewalt in der Familie können weitere Gründe sein.

Seit 2013 nehmen wir außerdem regelmäßig minderjährige unbegleitete Flüchtlinge auf. Durch das Zusammenleben von Jugendlichen aus Krisengebieten und solchen, die in Deutschland aufgewachsen sind, entsteht eine außergewöhnlich bereichernde Gruppenkonstellation, in der die jungen Menschen voneinander lernen und einander stützen können.

Sie leben in gegenseitigem Respekt vor anderen Lebensweisen, Religionen und dem Kummer, den jeder ihrer Mitbewohner mitbringt.

Neben der Unterstützung auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben in den lebenspraktischen Bereichen wie Haushaltsführung und Ausbildung / Arbeit verstehen wir uns vor allem als ein Zuhause auf Zeit für die jungen Menschen, die uns anvertraut werden.

Häufig ist eine Rückführung in die Herkunftsfamilie nicht möglich. Hier versuchen wir, mit den Jugendlichen diesen Verlustschmerz so gut wie möglich aufzuarbeiten und ihnen ein wenig der fehlenden Sicherheit und Geborgenheit zu geben.

Unsere Arbeit ist von Respekt vor der Lebensgeschichte der Jugendlichen und ihrer Familien geprägt. Alle Beteiligten werden gezielt in die Hilfeplanung und die Förderung der Jugendlichen einbezogen.

Jeder Jugendliche hat einen Bezugsbetreuer.

Individuelle Beziehungsarbeit sehen wir als Basis für eine zukunfts- und lösungsorientierte Lebensperspektive.

Verständnis und klare Strukturen geben Sicherheit für die Persönlichkeitsentwicklung der uns anvertrauten Menschen.